Chronik

St. Johann i/Pg.    
 

Vereinsgeschichte

OBMANN: Wimmer Helmut

des Krieger - und Veteranenvereines St. Johann im Pongau
Gegründet im Jahre 1869
Von den Unterlagen der Protokoll - Bücher entnommen

Der Krieger- und Veteranenverein St. Johann im Pongau wurde 1869 gegründet. Zum Gedenken der gefallenen und vermißten Krieger zur Hilfe, Sorge und deren Väter und Söhne, Brüder und

 

Ehegatten in der kaiserlichen königlichen Österreichischen - Ungarischen Armee gedient haben und zum Wohle des Hauses Habsburg. St. Johann im Pongau, im Jahre 1869 Die Gründungsmitglieder unter ihrem Krieger- und Veteranen-Hauptmann

Georg Kapruner

Anschaffung einer Fahne 1869


Fahne: 3 Ellen lang und 2 2/3 Ellen breit von doppelten schweren Seidendamast. An beiden Seiten ringsum mit ein Zoll breiten echten Goldborten eingefaßt und an den Kanten ringsum 2 1/2 Zoll lange echte Goldfranzen angesetzt und an der unteren und oberen auswärtigen Kante eine entsprechend große echte Goldquaste angebracht. Schrift in Hochsilberdrudc: "Mit Gott für Kaiser und Vaterland" und in Hochgolddruck (auf der anderen Seite) "Veteranenverein St. Johann" - Preis 310 Gulden.Kauf der Fahne beim Kirchen Paramenten Verfertiger " Leder in Fahnenband".

mit der Geschrift: "Veteranen Verein St. Johann, gewidmet von dessen Ehrenmitgliedern; Preis 65 Gulden.
Der Vorstand Kaprunner bedingt sich in allem dauerhafte und solide Arbeit, widrigenfalls der Verfertiger ein aus der Mitte der Vereinsmitgliedern zusammengesetztes Comitee zu bestimmenden Abzug vom festgesetzen Kaufpreis zu gewärtigen hätte.
Zahlung: Vorschuß 175 Gulden, bei Lieferung 100 Gulden und die letzten 100 Gulden bis längstens 1/2 Jahr nach Lieferung.

Einladung zur Fahnenweihe am 10.10.1869


Beginn am Vorabend mit Böllerschüssen und großem Zapfenstreich. Am Sonntag, den 10. fünf Uhr früh zahlreiche Böllerschüsse nebst musikalischer Tagwache; 1/2 9 Empfang des Werfener Veteranenvereines und zusammen mit der hiesigen Bürgergarde Abholung der hochwohlgeborenen Fahnpatin und k.k. Herrn Beamten und Begleitung in die Kirche. Im Gotteshaus zuerst Fahnenweihe und das Schlagen der Ehrennägel, dann feierlicher Gottesdienst, um Gott für das Wohlergehen unseres Kaiserhauses anzuflehen. Nachher wird vor der hochgeborenen Fahnenmutter und den Honorataioren deffiliert, hochdieselben zum Amtsgebäude zurückbegleitet, allwo an die Veteranen eine kurze Festrede gerichtet werden wird. Den Schluß dieses in unseren Gauen so seltenen Festes bildet ein in Herrn Herzmanskys Gasthauslokalitäten brillant arrangierter Ball.