Chronik der Kaserne

K r o b a t i n k a s e r n e Führungsunterstützungsbataillon 2 St. Johann im Pongau
   

Die Geschichte der Kaserne St. Johann

Der Kommandant des Führungsunterstützungsbataillon



Als im Jahre 1936 die allgemeine Bundesdienstpflicht in Österreich eingeführt wurde, herrschte allerorts große Arbeitslosigkeit. Um der wirtschaftlichen Probleme Herr zu werden, bemühten sich die Gemeindeoberhäupter von mehreren Orten des Pongaues um die Errichtung einer Kaserne; neben Bischofshofen, Schwarzach und Radstadt auch St. Johann.Die Arbeit des Bezirkshauptmannes, Dr. Seiwald, und des Regierungskommissärs Dr. Müller wurde belohnt: Bereits Mitte Juli 1936 wurde auf dem St. Johanner „Au-Fleck“ neben der Salzach mit dem Bau einer Kaserne für eine neu aufzustellende Artillerieabteilung des Artillerie-Regiments 8 in Salzburg begonnen.

 

Am 21. September 1936

Hauptmann: Schöndorfer

erhielt Hauptmann Schöndorfer mittels Funkdepesche seines Kommandanten aus Innsbruck den Befehl, mit 21 Unteroffizieren und Mannschaften der Feldkanonenbatterie Nr. 1/6 von Salzburg nach St. Johann im Pongau als Quartiermacherabteilung zu verlegen. Als am 1. Oktober desselben Jahres die ersten Jungmänner des Jahrganges 1915 zur 2. Abteilung des leichten Artillerieregiments Nr. 8 in die St. Johanner Kaserne einrückten, wurden diese in den beiden bereits fertig gestellten Mannschaftsgebäuden untergebracht. Die notwendigen Kanzleien für die Abteilung wurden zu dieser Zeit in den Räumen
des Gasthofes „Zur neuen Post“, später Hotel „Prem“ untergebracht.Die Kaserneneinweihung und Vereidigung der Jungmänner fand am 9. November 1936 durch Herrn Militärsuperior Klotz aus Innsbruck unter Anwesenheit des Herrn Landeshauptmannes von Salzburg, Dr. Rehrl, und großer Beteiligung der St. Johanner Bevölkerung statt. Die Salutschüsse der 3. Batterie erfolgten dabei von Geschützen, die auf dem damals noch unverbauten Gelände der heutigen Südtirolersiedlung in Stellung gebracht wurden.

 

21. 11. 1936

Oberstleutnant: Lukaseder

traf der neuernannte Abteilungskommandant Oberstleutnant Ernst Lukaseder in St. Johann ein und übernahm die Abteilung, personell besetzt mit 5 Offizieren, 5 Unteroffizieren sowie 210 Chargen und Mannschaften. An einsatzwichtigem Gerät besaß die St. Johanner Artillerieabteilung 8 Feldkanonen, 16 Kraftwagen und 24 Krafträder. Bis zur Kasernenübernahme am 26. November waren ein Kommandogebäude, zwei Mannschaftsgebäude, eine Autogarage, eine Geschützremise sowie das Werkstättengebäude fertiggestellt.
Mit Erlass vom 10. März 1937 wurde die St. Johanner Kaserne in Feldmarschall Freiherr von Krobatin-Kaserne umbenannt. Ebenso im März 1937 erfolgte eine Begehung des Salzachufers auf Höhe des Venedigerbauers, um eine Brücke über die Salzach zu errichten. Diese durch Pioniere zu errichtende Brücke sollte die Gehzeit der Soldaten zur Übungswiese beim Rainerbauern jenseits der Salzach erheblich reduzieren. Der daraufhin gebaute Holzsteg sollte Vorgänger der Einödbrücke werden.

 

27. Juni 1937

besichtigte Bundeskanzler und gleichzeitig Minister für Landesverteidigung Dr. Kurt Schuschnigg die Garnison St. Johann im Pongau. Er wurde dabei durch die ganze Abteilung am Antreteplatz der Kaserne empfangen und am Nachmittag bildete die Mannschaft ein Spalier im Ort.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde das Österreichische Bundesheer am 12. März 1938 der Deutschen Wehrmacht unterstellt und angegliedert. Die 2. Abteilung des leichten Artillerieregiments Nr. 8 wurde von St. Johann in die Salzburger Riedenburgkaserne verlegt und in die 8. Brigade der bayrischen Gebirgsdivision integriert.
Während des 2. Weltkrieges war die Krobatinkaserne von Kriegsbeginn

 

1939 bis Kriegsende 1945

ein Kriegs- bzw. Strafgefangenenlager (Stammlager XVIII). Ein russisches Kriegsdenkmal in der Nähe der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau sowie eine Gedenktafel und Ehrengräber am Ortsfriedhof erinnern daran.
Nach Kriegsende und Besetzung durch amerikanische Truppen nutzten diese die Krobatinkaserne bis 1949 als ein Lager für königstreue jugoslawische Offiziere.

1950 bis 1955

beherbergte die Krobatinkaserne einen Teil der in Salzburg stationierten amerikanischen Regenbogendivision: Das 350. Infanterieregiment in der Stärke von zirka 1000 Mann. Zuvor wurde die Krobatinkaserne durch die amerikanische Besatzungsmacht erheblich verbessert und zahlreiche Zweckgebäude sowie ein Sportplatz errichtet.Nach Unterzeichnung des Staatsvertrages am 15. Mai 1955 wurde Österreich wieder ein souveräner Staat. Am 15. Juni 1955 wurde die Krobatinkaserne an die Bundesgebäudeverwaltung II übergeben und am 1. Juli traf bereits ein Wachkommando der so genannten B-Gendarmerie ein. Diese Bereitschaftsgendarmerie war militärisch gegliedert und wurde schon während der Besatzungszeit in den westlichen Besatzungszonen in Gendarmerieschulen ausgebildet. Mitte Juli 1955 rückten je eine Kompanie der Gendarmerieschule Ebelsberg/Oberösterreich und der Gendarmerieschule Tirol in die Krobatinkaserne ein, aus denen eine Grenzschutzabteilung gebildet wurde.
Mit der Verfügung des Amtes für Landesverteidigung wurde am 11. Oktober 1955 in der St. Johanner Kaserne aus dem bestehenden Personal die Infanterie-Unterstützungs-Waffenschule aufgestellt. Aufgabe dieser neu gebildeten „IUWaSch“ unter dem Kommandanten Major Kirschner war es, Soldaten an schweren Infanteriewaffen auszubilden und die dafür notwendigen Vorschriften zu bearbeiten.
Mit dem Vorbeimarsch des Truppenkörpers anlässlich des Besuches von Bundeskanzler Julius Raab im Oktober 1955 begann eine enge Verbundenheit zwischen der Bevölkerung und der Truppe. Neben der militärischen Ausbildung wurden die St. Johanner Soldaten im Sommer 1956 zu Hochwassereinsätzen in Uttendorf und Bischofshofen herangezogen. Noch im selben Jahr wurde die „IUWaSch“ in den Raum Wien verlegt und in St. Johann das Jägerbataillon 30 aus Angelobungen von Salzburger und Tiroler Einheiten neu aufgestellt. Erster Kommandant in der Krobatinkaserne war ab 1956 Oberstleutnant Christian Leitner, dann von 1959 bis Anfang 1962 Oberstleutnant Hermann Hofer. Danach führte Kommando Major Heinrich Putzlager. Das JgB 30 wurde schließlich im Jahre 1963 in das Panzergrenadierbataillon 15 umgegliedert und im Frühjahr 1965 nach Salzburg verlegt.

Die Geschichte der Fernmeldetruppe

In St. Johann im Pongau beginnt am 7. März 1959 mit der Verlegung einer gemischten Fernmeldekompanie des Heeres-Telegraphen-Bataillons (HTelB) Wien. Neben dem Kompaniekommandanten, Hauptmann Josef Benold kam auch Fähnrich Robert Tatschl, später langjähriger Garnisions- und Kasernkommandant, nach St. Johann. Vorwiegend ledige Berufssoldaten wurden vorerst „auf Übung“ nach St. Johann geschickt und sollten dort zu einem großen Teil eigene Familien gründen.
Diese erste Kompanie/HTelB wurde durch den damaligen Kasernkommandanten, Major Hofer, kameradschaftlich aufgenommen. Bereits eineinhalb Monate nach dem Einzug in die Krobatinkaserne nahm die Kompanie an Manövern im Zillertal teil. Kaum waren die Soldaten im Übungsraum angelangt, mussten sie bereits im Rahmen eines Katastropheneinsatzes auf Grund der vorangegangenen Regenfälle mit Manneskraft ein Bachbett von 400 Metern Länge freilegen. 1963 wurde das Heeres-Telegraphen-Bataillon mit Kommando in Wien zum Regiment erhoben und in der Krobatinkaserne wurden 2 Kompanien untergebracht: Eine Funkkompanie mit Kommandant Leutnant Tatschl und eine Ausbildungskompanie unter Kommando des Leutnants Tanzler.
Durch den Abzug des Panzergrenadierbataillons 15 aus der Krobatinkaserne war die Möglichkeit zur Erweiterung in der St. Johanner Kaserne gegeben:

Am 1. April 1965

wurde im Rahmen einer Heeresumgliederung das II. Bataillon/HTelR in der Krobatinkaserne aufgestellt.
Der Bataillonskommandant, Major Richard Kralik, war mit vorerst 7 Offizieren, 24 Unteroffizieren und 16 zeitverpflichteten Soldaten verantwortlich für die Ausbildung von 485 Jungmännern. Organisatorisch war das
St. Johanner Fernmeldebataillon in Stabszug, Betriebskompanie, Funkrichtverbindungskompanie und eine Ausbildungskompanie gegliedert. Damit war die Krobatinkaserne eine Kaserne der Fernmeldetruppe geworden.
Am 6. November 1965 feierte das Bataillon in festlichem Rahmen unter großer Beteiligung der St. Johanner Bevölkerung im Bereich des Pöllnhofes die Übergabe seines Feldzeichens. Die Standarte, gestiftet von der Salzburger Landesregierung, war das sichtbare Zeichen dafür, dass das Bataillon vom Lande Salzburg als Stammeinheit betrachtet wurde. Im Rahmen eines militärischen Festaktes überreichte Landeshauptmann Dr. Hans Lechner dem Bataillonskommandanten Major Kralik das neue Feldzeichen. Zugleich mit der Standartenweihe fand auch die Angelobung von 380 Jungmännern statt und das Bataillon defilierte zum ersten Mal mit seinem Feldzeichen durch den oberen Markt von St. Johann. Um die Gebirgstüchtigkeit der Truppe hervorzuheben, wurde den St. Johanner Soldaten durch das BMLV die Trageerlaubnis des Edelweißabzeichens auf der Kappe gestattet.
Militärische Ausbildung der anvertrauten Soldaten, zahlreiche Katastropheneinsätze, Fernmeldeübungen in ganz Österreich und personeller Aufbau waren die Hauptaufgaben des Fernmeldebataillons in der Krobatinkaserne. Gute Kontakte zu den aufstrebenden Tourismusgemeinden wurden bei den vielen Hilfeleistungen im Rahmen von Sportveranstaltungen geknüpft.
1972 wurde der Heeressportverein St. Johann gegründet und ist bestrebt, den Breitensport zu fördern. Dem ersten Präsidenten des HSV-St. Johann/Pg., Oberstleutnant Josef Bretl, war es ein besonderes Anliegen, dass sich die Soldaten auch nach Dienst mit ihren Angehörigen, insbesondere aber mit der Jugend, sportlich betätigen. Dies sollte Beitrag für eine sinnvolle Freizeitgestaltung und für die Volksgesundheit sein. Der HSV-St. Johann/Pg., konnte sich mit seinen Sektionen Schießen, Reiten, Orientierungslauf, Eisschießen, Tennis, Tischtennis, Sportfischen, Radfahren und Fechten in kurzer Zeit im Sportgeschehen des Landes Salzburg etablieren und mit besten sportlichen Leistungen aufwarten.

Am 9. November 1975

übernahm die Siemens AG Österreich über Initiative des damaligen Generaldirektors Dr. Wolfsberger, die Patenschaft über das St. Johanner Fernmeldebataillon. So wie auch viele andere Unternehmen mit Truppenkörpern des Bundesheeres Partnerschaften eingingen, sind in der Verbindung mit dem österreichischen Großunternehmen SIEMENS und dem technischen Verband in der Krobatinkaserne besonders positive Effekte im gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu sehen.
Die nächste entscheidende Änderung brachte das Jahr 1979: Neben der Umbenennung in 2. Bataillon/Heeresfernmelderegiment erfolgte die Ausstattung mit modernen Richtfunksystemen und der langjährige Kasernkommandant, Oberstleutnant Richard Kralik geht als Inspektor der gesamten Fernmeldetruppe ins Ministerium nach Wien.
Neuer Kommandant der Krobatinkaserne wird Oberstleutnant Robert Tatschl. Ihm war vor allem auch die bauliche Sanierung der Krobatinkaserne ein besonderes Anliegen. Mit äußerster Zähigkeit gelang es ihm, immer wieder neue Geldquellen für Sanierungsmaßnahmen und Neubauten in „seiner Kaserne“ zu erschließen. Bis in die späten 80er Jahre lag während der Heizperiode wegen der vielen beheizten Kohleöfen steht’s eine gelblich-graue Wolke über der St. Johanner Kaserne. Mit Geldern des Landes Salzburg wurde die ganze Liegenschaft mit ihren über 35 Objekten auf umweltschonende Elektroheizung umgestellt. Alle 19 Unterkunfts- und Kanzleigebäude wurden mit neuen Fenstern und Wärmedämmung versehen. Seit 1985 gehört auch der 50 Hektar große Übungsplatz „Hallmoos“ zur Garnison St. Johann und wird intensiv für die Gefechts- und Fernmeldeausbildung verwendet.Aufgrund des guten baulichen Zustandes und des ausgezeichneten „Arbeitsklimas“ wurde die Garnison St. Johann im Pongau Mitte der 80er Jahre bei einer Soldatenbefragung zusammen mit der Kaserne in Mistelbach/Niederösterreich bei den Grundwehrdienern als beliebteste Garnison Österreichs ermittelt.

1986 war ein entscheidendes Jahr

für die Entwicklung der Fernmeldetruppe: Oberstleutnant Tatschl wurde zum Regimentskommandanten bestellt, gleichzeitig zum Oberst befördert und er schaffte es, das Regimentskommando von Wien nach St. Johann zu verlegen! Am 14. April fand in der Krobatinkaserne die militärische Feier zur Regimentserhebung durch Bundesminister Dr. Friedhelm Frischenschlager statt und am 24. Oktober 1986 wurde dem Heeresfernmelderegiment die neue Regimentsfahne übergeben.
Bis 1992 wurden die St. Johanner Fernmeldesoldaten mit modernsten Vermittlungssystemen ausgerüstet und einheitlich gegliedert:

 

Das Regimentskommando führte nun eine Stabskompanie und fünf Fernverbindungskompanien und stellt mit einer personellen Stärke von ca. 20 Offizieren, 200 Unteroffizieren und 550 Mannschaften die für die oberste militärische Führung benötigten Fernmeldeverbindungen sicher. Eine eigene Dienststelle, die Betriebs-Versorgungsstelle übernahm ab 1995 die Aufgaben der Kasernenverwaltung, der Wirtschaftsversorgung, des Betriebes des Krankenreviers unter der ärztlichen Leitung von Dr. Johann Langegger sowie der Verwaltung des Schießplatzes Maschl und der Garnisonsübungsplätze Hallmoos und Reinbach.
Die Ausbildung der Grundwehrdiener und der Einsatz als größter Fernmeldeverband des Österreichischen Bundesheeres bei allen größeren Übungen und Manövern ist die Hauptaufgabe des Heeresfernmelderegiments. Ebenso stehen die St. Johanner Soldaten immer wieder auch im Assistenzeinsatz an der Staatsgrenze im Osten Österreichs, um der illegalen Einwanderung Herr zu werden. Ohne die Hilfeleistungen des Bundesheeres wären viele Wintersportgroßveranstaltungen nicht durchführbar gewesen, und ständig ist ein Katastropheneinsatzzug in der Krobatinkaserne abrufbar. Besonderer Einsatz wurde von den Soldaten des Heeresfernmelderegiments im Jahr 1998 verlangt, als Österreich ein halbes Jahr mit der Präsidentschaft der Europäischen Union beauftragt wurde. Das Heersfernmelderegiment hatte dabei auch die Aufgabe, den Kommunikationsbedarf an den Konferenzorten zu decken und die EDV-Anlagen der Pressezentren zu errichten. Für die hervorragende Arbeitsleistung wurden viele Angehörige des Regiments durch die damalige Außenministerin Dr. Ferrero-Waldner ausgezeichnet und dem Regiment ein Fahnenband verliehen. Fast regelmäßig geht der Ruf an den St. Johanner Kasernkommandanten, wenn im Bundesland Salzburg eine Ehrenkompanie zu stellen ist, wie etwa beim Besuch seiner Heiligkeit, Papst Johannes-Paul II. am 19. Juni 1998. Bei militärischen Feiern werden stets die Bevölkerung zur Teilnahme eingeladen und die guten Kontakte gepflegt. Bereits Tradition hat die jährliche Maiandacht bei der errichteten Militärkapelle am Übungsplatz Hallmoos.Mit Jahresende 2001 stand dem Heeresfernmelderegiment in der Krobatinkaserne ein Wechsel bevor. Inzwischen zum Brigadier befördert, ging Robert Tatschl, von Lokalmedien als „Pongauer Urgestein“ bezeichnet, in den Ruhestand. Sein langjähriger Stellvertreter, Oberstleutnant Josef Fischer, übernahm

mit 1. Jänner 2002

Oberst Josef Fischer

die Führung des Regiments und wurde neuer Kasern- und Garnisonskommandant. Im Zuge einer Heeresreform wurden das St. Johanner Heeresfernmelderegiment mit 1. Dezember 2002 dem Kommando der Landstreitkräfte in Salzburg unterstellt und durch zwei Fernmeldekompanien in Salzburg vergrößert.
Die Krobatinkaserne hatte seit ihrer Entstehung im Jahr 1936 eine wechselhafte Vergangenheit und wird heute, im Jahr 2004, vom Heeresfernmelderegiment mit sechs Kompanien, der 2. Betriebsversorgungsstelle des Militärkommandos Salzburg und der Heeresgebäudeverwaltung St. Johann belegt.

 

Insgesamt über 550 Soldaten und Zivilbedienstete sind ständig in der Krobatinkaserne beheimatet. 480 Kfz dienen der Auftragserfüllung und werden durch die eigene Werkstätte instand gehalten, eine eigene Fahrschule bildet jährlich bis zu 300 Fahrschüler aus. Neun diplomierte Sanitätsunteroffiziere unterstützen den Truppenarzt, täglich werden über 900 Verpflegungsportionen zubereitet und ausgegeben, wofür zur Zeit gerade ein neues Wirtschaftsgebäude errichtet wird. 8 Elektronikmechaniker sorgen für intakte Fernmeldegeräte - insgesamt ein großer Betrieb.
Die Bedeutung der Krobatinkaserne für die regionale Wirtschaft wird anhand einiger Zahlen aus dem Jahr 2002 ersichtlich:
Gehälter: € 6 700 000.-
Betriebsaufwand: € 1 100 000.-
Zusätzlich sind die 2003 und 2004 stattfindenden Umbau- und Neubaumaßnahmen mit
€ 3,550000.- projektiert.

Im Juni 2004

präsentierte die Bundesheer-Reformkommission die Empfehlungen für die Zukunft der Streitkräfte: Das Bundesheer als Gesamtes wird kleiner, straffer, professioneller werden. Der Friede für Österreich wird im Rahmen der Europäischen Union nun auch außerhalb Österreichs und außerhalb Europas geschaffen und gesichert werden. Auch die Garnison St. Johann wird von dieser Änderung betroffen werden. Seit jeher wurden Kontakte zu ausländischen Fernmeldeverbänden gepflogen, so zu einem deutschen und einem ungarischen Fernmelderegiment. Ständig betreiben St. Johanner Fernmeldesoldaten Funk- und Vermittlungseinrichtungen im Auslandseinsatz, im Kosovo, in Syrien, aber auch kurzfristige humanitäre Einsätze. So wurde z. B das österreichische Flüchtlingscamp in Albanien im Jahr 1999 personell unterstützt.
Das St. Johanner Heeresfernmelderegiment kann seinen Bedarfsträgern umfassende Kommunikationseinrichtungen mit vernetzter EDV an jedem Punkt Österreichs zur Verfügung stellen. Die Zukunft ist jedoch im internationalen Verbund der befreundeten Streitkräfte zu finden und dieser Herausforderung blicken die St. Johanner Soldaten gut ausgebildet und gut gerüstet zuversichtlich entgegen. Nicht zu Unrecht kann die Krobatinkaserne heute als „Heimat der Fernmeldetruppe“ bezeichnet werden.